Inhalte, Mai 2012

Vom Heilhilfsberuf zum Gesundheitsfachberuf

Nach dem Schlagwort von der „Feminisierung des Berufsstandes“ berührt eine weitere Entwicklung unter dem Oberbegriff „Akademisierung“ die berufspolitischen Entscheidungsträger. Seit einiger Zeit können „Heilhilfsberufe“ wie z. B. Physiotherapie, Logopädie, Hebammenkunde, Pflege und Ergotherapie mit einem Bachelor ihr Hochschulstudium abschließen. Ist diese Entwicklung auf den zahnärztlichen Bereich übertragbar? Ist eine studierte DH qualifizierter als eine praxisorientierte Dentalhygienikerin, die an der Aufstiegsfortbildung in Baden-Württemberg am Zahnmedizinischen Fortbildungszentrum partizipieren konnte? Wie muss sich der zahnärztliche Berufsstand in Baden-Württemberg positionieren? Mit dieser Thematik befasste sich die außerordentliche Vertreterversammlung der BZK Tübingen. Auch der Präsident der LZK BW, Dr. Udo Lenke, äußert sich dazu in seinem Leitartikel "Akademisierung nichtärztlicher Berufe". Ergänzend zeigen folgende Beiträge die Facetten des Titelthemas: "Vom Heilberuf zum Gesundheitsfachberuf", "Bachelor in der Kita", "Versorgung verbessern durch höhere Qualifizierung"sowie "Lackmustest Dentalhygienikerin"


Titelthema

Bachelor-DH für die Zahnarztpraxis?

Eine Pro und Contra Diskussion zum Thema. Wir lassen einen Befürworter eines Bachelor- DH-Studiums wie ZA Hans-Joachim Beier, Referent des Vorstandes für die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter/ innen der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, ebenso wie einen Gegner einer solchen Entwicklung wie Dr. Bernd Stoll, Referent für Zahnmedizinische Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, zu Wort kommen.  [mehr]

Titelthema

PISA, Bologna und die Folgen

Seit PISA und Bologna ist die berufliche Bildung im Wandel. Eine Angleichung und Austauschbarkeit der Berufsbilder innerhalb Europas ist erklärtes Ziel der Politik. Mit einer Akademisierung soll das deutsche Bildungssystem aufgewertet werden. Das betrifft vor allem die sogenannten „Assistenzberufe“. Der Leiter des ZFZ Stuttgart, Prof. Dr. Johannes Einwag, warnt vor einem „Etikettenschwindel“. „Der Bachelor für Dentalhygiene sieht nach etwas Besonderem aus – aber wie steht es um dessen Qualität?“ [mehr]

Berufspolitik

Die gewählten Spitzenvertreter der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und der Landeszahnärztekammer Baden- Württemberg trafen im März zu vertrauensvollen Gesprächen mit den gesundheitspolitischen Sprechern der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FDP zusammen. [mehr]

Berufspolitik

Unter großer Beteiligung aus allen Bundesländern fand am 23. März 2012 in Mainz die BZÄK-Koordinierungskonferenz der Prophylaxereferenten sowie der Referenten für Alters- und Behindertenzahnheilkunde statt. Aus Baden-Württemberg nahmen Prof. Dr. Andreas Schulte, Dr. Guido Elsässer, ZA Torben Wenz und Dr. Renate Lüllwitz-Hoch teil. [mehr]

Im Blick

Der diesjährige Karlsruher Vortrag war von beklemmender Aktualität: „Der Mut, die Würde und das Wort. Eine Aufforderung, Dinge beim Namen zu nennen“ – darüber sprach der deutsch-syrische Autor Rafik Schami im Karlsruher Kongresszentrum. Mutig, leidenschaftlich und erzürnt nennt Rafik Schami die Dinge beim Namen – die syrische Diktatur und die Verbrechen des Assad-Clans. [mehr]

Fortbildung

Der Großteil der zahnärztlichen Behandlungen in Deutschland wird ohne Sedierung oder Narkose durchgeführt. Dennoch ist bei einigen Patienten eine Zahnsanierung in Allgemeinanästhesie indiziert. Kinder machen einen nicht unerheblichen Anteil dieser Patienten aus. Narkosen bei Kindern stellen besondere Anforderungen an den Anästhesisten und das operative Umfeld. [ mehr]